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Sozialdemokratische Chronik für Fürstenwalde

KURZE GESCHICHTE DER SOZIALDEMOKRATIE IN FÜRSTENWALDE

verfasst von Stefan Sarrach zum 120. Stiftungstag der SPD Fürstenwalde

– 1848 bis 1890 –

1848: Gründung eines „Vereins für die arbeitende Klasse“ durch linke Demokraten während der bürgerlich-demokratischen Revolution. Maurer ziehen am 20. März mit einer eigenen roten Fahne und schwarz-rot-goldene Armbinden durch die Stadt. Der reaktionäre Bürgermeister Farthöfer tritt nach Hungerrevolten und Unruhen zurück und die Öffentlichkeit der Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung ab Herbst 1848 wird ertrotzt. Liberale bürgerliche Kräfte organisierten sich im „Demokratisch-constitutionellen Club“ und im „Bürgerverein“, während sich die Konservativen um Farthöfer im „Preußenverein“ scharen und eine bewaffnete Bürgerwehr fordern.

Fahne Maurer 1848

Revolutionsfahne der Maurer von 1848 (Quelle: Stadtmuseum Fürstenwalde).

1869: Gustav Lübkert, Präsident des Allgemeinen Deutschen Zimmervereins und Mitglied des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV) Ferdinand Lassalles spricht auf einer Versammlung in Fürstenwalde über den ADAV und die neugegründete Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP) August Bebels. Von einer Gruppe des ADAV oder der SDAP ist in Fürstenwalde nichts überliefert.

1869 ADAV-Versammlung

Die Zeitungsanzeige von 1869 (Quelle: Stadtmuseum Fürstenwalde).

 

1869: Fürstenwalder Bauarbeiter organisieren sich im Allgemeinen Deutschen Maurerverein.

1871: Bei der ersten Reichstagswahl kandidiert im Wahlkreis Frankfurt an der Oder – Lebus der Frankfurter Schneidermeister Carl Müller für den ADAV. In Fürstenwalde erhält er keine Stimme.

1872: Eine „Versammlung von Arbeitern aller Berufszweige“ belegt den Wunsch nach Zusammenarbeit der Fachgewerkschaften.

1872: Die Julius Pintsch AG verlegt einen Großteil ihrer Produktion für Gasapparate von Berlin nach Fürstenwalde. Nördlich der Bahn entsteht ein Stadtviertel, in dem vor allem Arbeiterfamilien leben. Bereits 1910 werden im Stadtgebiet in 102 Fabriken etwa 4.800 Arbeiter beschäftigt sein.

1872 Pintsch-Werke

Das Fürstenwalder Werk der Julius Pintsch AG Berlin (Quelle: Stadtmuseum Fürstenwalde).

1873: Gründung des Gewerkvereins der deutschen Brauer in Fürstenwalde mit 46 Mitgliedern. Noch im gleichen Jahr streiken die Brauer und Mälzer in der Tivoli-Brauerei. Die Polizei räumt das bestreikte Gebäude gewaltsam.

1874: Der sozialdemokratische Reichstagskandidat Carl Finn, Zimmerer aus Berlin, erreicht in Fürstenwalde einen Stimmenanteil von 21 %. 1877 geht sein Wahlergebnis in der Stadt auf rund 8 % zurück. In Preußen war ein Jahr zuvor die sozialdemokratische Partei verboten worden.

1878: Bei den sog. „Attentatswahlen“ zum Reichstag schlagen sich Verbote sozialdemokratischer Versammlungen, Hausdurchsuchungen und Festnahmen von Agitatoren im Gefolge des Sozialistengesetzes Bismarcks im Wahlkampf nieder. Der Sozialdemokrat Julius Dolinski, Schriftsetzer aus Berlin, kommt nur knapp auf 1 % der Fürstenwalder Stimmen.

1878 Hasenclever

Wilhelm Hasenclever (1837-1889), Mitglied des Reichstages 1874-1888.

1881 und 1884: Der letzte ADAV-Präsident Wilhelm Hasenclever wird als Zählkandidat im hiesigen Wahlkreis zu den Reichstagswahlen aufgestellt, um so Informationen über die Stärke der verbotenen Sozialdemokratie zu erhalten. Seine Ergebnisse sind trotz seiner Popularität mit keiner Stimme (1881) und 6 % (1884) in Fürstenwalde nicht berauschend.

1883 bis 1885: Der aus Berlin während des Sozialistengesetzes ausgewiesene Genosse Erdmann Neumann, der zunächst 1880 bei seiner Mutter in Briesen unterkommt, organisiert seit 1884 sozialdemokratische Versammlungen in Fürstenwalde. Bei polizeilichen Hausdurchsuchungen werden gleich 1880 in Briesen 13 verbotene Exemplare „Der Sozialdemokrat“ und weitere Flugschriften entdeckt.

1885: Eine sozialdemokratische Handwerkerversammlung mit dem Reichstagsabgeordneten August Heine bestätigt eine aktive illegale Arbeit unter den Bedingungen des Sozialistengesetzes und den Polizeibericht, wonach der Sozialdemokratie in Fürstenwalde und Umgebung großer Anhang verschafft wurde.

1886: Um Hermann Weiland und Robert Felber bildet sich mit weiteren Genossen der Kern der künftigen Fürstenwalder Parteiorganisation. Auf der Suche nach Arbeit kamen sie aus Westpreußen und Sachsen nach Fürstenwalde und wurden hier sesshaft. Während des Sozialistengesetzes betrieben sie als Sänger des Vereins „Liedeslust“ getarnt Landagitation auf den Dörfern. Hermann Weiland dürfte ab 1887 erster gewählter Vertrauensmann der Fürstenwalder Sozialdemokraten gewesen sein.

1887 Mitan RTW

Wahlanzeige für Ferdinand Mitan zur Reichstagswahl 1887 (Quelle: Stadtmuseum Fürstenwalde).

1887: Für den sozialdemokratischen Kandidaten Ferdinand Mitan erscheinen vor der Reichstagswahl erstmals Anzeigen in der „Fürstenwalder Zeitung“ bzw. werden in Fürstenwalde Flugblätter verteilt. Ein ausdrücklicher Hinweis auf seinen sozialdemokratischen Hintergrund unterbleibt, wird aber in der mündlichen Agitation deutlich. Weitere gewerkschaftliche Fachvereine u. a. der Buchdrucker, Zigarrenmacher, Tischler, Töpfer, Schuhmacher, Tabakarbeiter, Zimmerer und Maurer entstehen unter sozialdemokratischen Einfluss in Fürstenwalde.

1887 Flugblatt RTW

Sozialdemokratisches Flugblatt 1887 (Quelle: Brandenburgisches Landeshauptarchiv).

– 1890 bis 1918 –

1890: Der Sozialdemokrat Theodor Metzner gewinnt in Fürstenwalde bei der Reichstagsstichwahl als Kandidat 66 % der Stimmen. Im gesamten Wahlkreis Frankfurt an der der – Lebus unterliegt er dem konservativen Gegenbewerber.

1890 Flugblatt RTW

SPD-Wahlflugblatt 1890 (Quelle: Brandenburgisches Landeshauptarchiv).

Theodor Metzner (1830-1902).

Theodor Metzner (1830-1902), Schuhmachermeister und Stadtverordneter in Berlin.

1890: Das erste Mal wird der 1. Mai von der Fürstenwalder Arbeiterschaft gefeiert, Organisatoren wie Hermann Weiland werden deshalb u. a. von der Pintsch AG entlassen und kommen auf „schwarze Listen“ der Arbeitgeber.

Hermann Weiland (1858-1926), Mitbegründer der Fürstenwalder SPD (Quelle: Stadtmuseum Fürstenwalde).

Hermann Weiland (1858-1926), Mitbegründer der Fürstenwalder SPD (Quelle: Stadtmuseum Fürstenwalde).

1891: Gründung eines sozialdemokratischen Arbeiterbildungsvereins hauptsächlich zur Organisation der Maifeier.

1893: Gründung des Sozialdemokratischen Wahlvereins Fürstenwalde im Lokal „Schützenhaus“ als feste Parteiorganisation der SPD, Vorsitzender wird mit kurzen Unterbrechungen bis 1919 Robert Felber. Der SPD-Wahlverein ist der direkte Vorgänger des heutigen Ortsvereins der SPD.

1893 Anzeige Gründung Sozialdemokratischer Wahlverein

Ankündigung der Gründung des SPD-Wahlvereins 1893 in der Märkischen Volksstimme (Quelle: Stadtarchiv Cottbus).

1894: Gründung des Konsum- und Sparvereins durch Sozialdemokraten, dessen Hauptsitz sich in der Ackerstraße (heute Karl-Cheret-Straße) befand. Weitere Verkaufsstellen folgten.

1898: Gründung des Arbeiter-Turn-Vereins „Friesen“ als sozialdemokratische Arbeitersportorganisation in Fürstenwalde.

1911 Turnerriege Friesen Ketschendorf

Abteilung II Ketschendorf des Turnvereins „Friesen“ 1911 (Quelle: Stadtmuseum Fürstenwalde).

1899: August Bebel spricht in Fürstenwalde auf einer SPD-Versammlung.

August Siedow (1868-1933), Schuhmacher, später Geschäftsführer der Allgemeinen Ortskrankenkasse (Quelle: Stadtmuseum Fürstenwalde).

1901: Gründung des sozialdemokratischen Wahlvereins Ketschendorf (heute Fürstenwalde Süd) durch August Siedow.

1903 Heinrich Braun

Dr. Heinrich Braun (1854-1927), Mitglied des Reichstages 1903-1904..

1903: Dr. Heinrich Braun gewinnt als Sozialdemokrat erstmals den Frankfurt-Lebuser Reichstagswahlkreis, zu dem Fürstenwalde gehört, seine Frau, die Frauenrechtlerin Lily Braun, unterstützt ihn stark auch als Rednerin.

1906: Gründung einer Gruppe der sozialdemokratischen Arbeiterjugend in der Ottomar Geschke aktiv wird.

Ankündigung der Rednerin Lily Braun auf dem 10. Stiftungsfest der SPD Fürstenwalde 1903 (Quelle: Stadtmuseum Fürstenwalde).

Albert Schön (1851-1928), Gastwirt des "Küstriner Wappen", einer der ersten Stadtverordneten, später KPD (Quelle: Stadtmuseum Fürstenwalde).

Albert Schön (1851-1928), Gastwirt des „Küstriner Wappen“, einer der ersten Stadtverordneten, später KPD-Mitglied (Quelle: Stadtmuseum Fürstenwalde).

1907: Mit Albert Schön, Paul Wassermann und Hermann Weiland werden unter den Bedingungen des Dreiklassenwahlrechts erstmalig Sozialdemokraten in die Stadtverordnetenversammlung gewählt.

1912 Emil Faber

Emil Faber (1861-1930), Schuhmachermeister in Frankfurt a.d.O., Mitglied des Reichstages 1910-1912 (Quelle: Stadtmuseum Frankfurt/Oder).

1910: Genosse Emil Faber aus Frankfurt an der Oder gewinnt die Nachwahl im Reichstagswahlkreis.

1910: Gründung der sozialdemokratischen Frauengruppe Fürstenwalde.

1911: Die SPD hat in der III. Abteilung der Wähler (etwa 80 % der Wahlberechtigten) alle zwölf Stadtverordnetensitze von insgesamt 36 erobert.

 

1917: Während des 1. Weltkrieges spaltet sich auch in Fürstenwalde die Partei in Mehrheits-SPD und USPD.

1913 SPD-Anzeige zur Stadtverordnetenwahl

SPD-Wahlwerbung 1913 zur Stadtverordnetenwahl (Quelle: Stadtmuseum Fürstenwalde).

– 1918 bis 1933 –

1918 Oskar Wegener

Oskar Wegener (1877-1962), Vorsitzender der SPD Frankfurt/Oder – Lebus, (Quelle: Stadtmuseum Frankfurt/Oder).

1918: Novemberrevolution in Fürstenwalde und Bildung eines Arbeiter- und Soldatenrates unter Führung von Carl Schröter (USPD) und Oskar Wegener (SPD), der den Rücktritt des kaisertreuen Oberbürgermeisters Zeidler erzwingt.

1919: Die Fürstenwalder Wahlvereine von SPD und USPD verbünden sich nach der KPD-Ortsgruppengründung für die Kommunalwahl und erreichen die absolute Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung, Paul Wassermann (SPD) wird zum Vorsteher gewählt und Martha Ulfert ist die erste weibliche Stadtverordnete der SPD. Kontrolleur Rudolf Schmidt wird als unbesoldeter Stadtrat erstes SPD-Mitglied des Magistrats.

1919 Felber

SPD-Wahlanzeige 1919 in der Fürstenwalder Zeitung (Quelle: Stadtmuseum Fürstenwalde).

1919 Dr. Walter Dudek

Dr. Walter Dudek (1890-1976), später Oberbürgermeister in Harburg-Wilhelmsburg und nach 1946 Finanzsenator in Hamburg (Quelle: Helms Museum Hamburg).

1919: Wahl des Sozialdemokraten Dr. Walter Dudek zum Ersten Bürgermeister.

1922 Carl Stoll

Carl Stoll (1888-1961), ursprünglich Arbeiter aus Elmshorn kam er 1918/19 in die Kommunalpolitik (Quelle: Stadtarchiv Lauenburg/Elbe).

1922: Nach dem Rücktritt Dr. Dudeks wird der Sozialdemokrat Carl Stoll zum Ersten Bürgermeister gewählt. Stoll war zuvor Bürgermeister der Stadt Lauenburg/Elbe.

1924: Gründung einer Gruppe des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold unter maßgeblichen Führung des Genossen Paul Schmidtchen.

1928: Der Ortsverein der SPD unter Vorsitz von Paul Wassermann weiht feierlich auf einer Gedenkveranstaltung zum 50. Jahrestag des Sozialistengesetzes seine neue Parteifahne und ehrt Parteijubilare. Die 1928 gestiftete Parteifahne wird neben anderen Fahnen, Gegenständen und Schriften der Arbeiterbewegung von den Nazis 1933 öffentlich verbrannt.

Rekonstruierte SPD-Fahne von 1928

Rekonstruktion der Parteifahne von 1928.

1909 Gustav Schmidt

Gustav Schmidt (1884-1957), Schlosser, Schwiegersohn Hermann Weilands (Quelle: Stadtmuseum Fürstenwalde).

1933 Abführung von Bürgermeister Stoll

1933 wird Bürgermeister Stoll von SA-Leuten abgeführt (Quelle: Stadtmuseum Fürstenwalde).

1932: SPD und KPD verkünden auf einer Kundgebung nach einem Nazi-Überfall auf das Arbeiterlokal „Küstriner Wappen“, gemeinsam gegen den Faschismus kämpfen zu wollen, Gustav Schmidt ist von 1931 bis 1933 letzter SPD-Ortsvorsitzender.

1933: Die SPD wird verboten, Fürstenwalder Magistratsmitglieder und Funktionäre werden in „Schutzhaft“ genommen, Carl Stoll wird als Bürgermeister in Unehren entlassen, Misshandlungen und Terror sind an der Tagesordnung.

– 1945 bis 1989 –

1945: Die SPD gründet sich im kriegszerstörten Fürstenwalde unter Vorsitz von Rudolf Schmidt wieder.

1945 SPD-Gruendung

Mitteilung über die Gründung der SPD-Ortsgruppe an den Vorsitzenden der Fürstenwalder KPD (Quelle: Stadtmuseum Fürstenwalde).

1945 Rudolf Schmidt

Rudolf Schmidt (1882-1964), Konsum-Geschäftsführer und 1919-1933 unbesoldeter Stadtrat (Quelle: Stadtmuseum Fürstenwalde).

1946 Paul Schmidtchen

Paul Schmidtchen (1886-1948), ursprünglich Berufssoldat im Kaiserreich, stellte er sich nach dem 1. Weltkrieg als Reichsbannerführer dem Schutz der Republik zur Verfügung (Quelle: Stadtmuseum Fürstenwalde).

1946: Die SPD vereinigt sich mit der KPD in der „Philharmonie“ zur Sozialistischen Einheitspartei, doch die Hoffnungen vieler Sozialdemokraten auf Gleichberechtigung und innerparteiliche Demokratie wird enttäuscht, denn mit der „Stalinisierung“ und in „Parteisäuberungen“ der SED bestätigen sich die Befürchtungen der Gegner der Vereinigung.

1946: Nach den Stadtverordnetenwahlen wird Paul Schmidtchen, der frühere SPD- und Reichsbannerfunktionär, nun SED-Mitglied, zum Bürgermeister Fürstenwaldes gewählt. Die SED verfügt über eine absolute Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung.

 

– 1989 bis zur Gegenwart –

1990 erste Versammlung

Erste SPD-Versammlung 1990 im Luthersaal der Domnotkirche (Quelle: Klaus Hemmerling).

luban (2)

Jürgen Luban, Mitbegründer der SPD 1989 und noch heute als Stadtverordneter aktiv in der Kommunalpolitik (Quelle: Jürgen Luban).

1989: Gründung des SDP-Ortsvereins Fürstenwalde durch Jürgen Luban, Klaus Hemmerling u.a., nachdem es bei den friedlichen Demonstrationen in der Wendezeit zu ersten konspirativen Kontaktaufnahmen kam.

1989 Kontaktaufnahme

Brief Jürgen Lubans an Klaus Hemmerling im Dezember 1989 (Quelle: Klaus Hemmerling).

1990: Walter Momper, Regierender Bürgermeister Westberlins, spricht in Fürstenwalde auf einer SPD-Großkundgebung zur ersten freien Volkskammerwahl in der DDR.

1990 Momper Hemmerling und Dr. Elmer auf dem Markt

Walter Momper u.a. mit Klaus Hemmerling (Bildmitte rechts) 1990 auf dem Marktplatz in Fürstenwalde (Quelle: Klaus Hemmerling).

1990 NT Momper

Ankündigung der SPD- Veranstaltung im Neuen Tag (Quelle: Stadtmuseum Fürstenwalde).

1990: Der Ortsverein wählt Eberhard Türschmann zum Vorsitzenden und stellt die Kandidaten für die Kommunalwahlen auf. Die SPD gewinnt die erste freie Stadtverordnetenwahl am 6. Mai mit 33 %, unterliegt aber mit Klaus Hemmerling bei der Wahl des Bürgermeisters dem Kandidaten der FDP und CDU, der von der PDS unterstützt wurde. Günter Rentsch wird für die SPD im Herbst erstmals in den Landtag Brandenburg gewählt, er verteidigt sein Direktmandat 1994 bis 1999.

1990er Kolbe und Hildebrandt

1990er Jahre, Sozialministerin Regine Hildebrandt zu Gast in Fürstenwalde, links Joachim Kolbe, rechts Rita und Klaus Hemmerling (Quelle: Klaus Hemmerling).

1992: Roland Lönhardt, Finanzdezernent der Stadt, wird zum Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins gewählt, 1993 bis 1994 löst ihn in diesem Amt Michael Götze-Ohlrich ab.

1993 Lahayn

Günter Lahayn, Betriebsratsvorsitzender und Stadtverordnetenvorsteher.

1993: Günter Lahayn (SPD) wird bis 2003 für zwei Wahlperioden Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung.

1994: Dr. Mathias Schubert von der SPD, erster Landrat im Altkreis Fürstenwalder, gewinnt das Direktmandat für den Bundestag und behält es auch 1998 bis 2002.

OV-4 Kolbe

Joachim Kolbe, Mitglied des Landtages Brandenburg 1999-2003).

1999: Joachim Kolbe, Vorsitzender der Stadtverordnetenfraktion (1993-2003) und des Ortsvereins (1994-2001), wird als Abgeordneter direkt in den Landtag Brandenburg gewählt.

2001: Udo Hargarten wird zum Ortsvereinsvorsitzenden gewählt, tritt aber nach wenigen Monaten im Streit um eine eigenständige Bürgermeisterkandidatur der SPD wieder zurück.

2002: Jörg Vogelsänger erringt bis 2009 das Bundestagsdirektmandat für die SPD im Wahlkreis, zu dem Fürstenwalde gehört.

1999 E Alter

Elisabeth Alter, Mitglied des Landtages Brandenburg seit 2004.

2004: Elisabeth Alter, 2001 bis 2011 auch Ortsvereinsvorsitzende, vertritt die Fürstenwalder SPD im Landtag Brandenburg mit einem Mandat der Landesliste.

2005: Elke Wagner übernimmt den Vorsitz der Stadtverordnetenfraktion.

2011 bis 2014: Als Nachfolgerin von Elisabeth Alter übernimmt Elke Wagner den Vorsitz des Ortsvereins, ihr Nachfolger wird Anfang 2014 Stefan Sarrach.

2013: Der Ortsverein der SPD Fürstenwalde begeht feierlich sein 120. Stiftungsfest. Eine Rekonstruktion der Parteifahne von 1928 in Form einer Tischfahne wird dem Ortsverein bei einer Festansprache des Landtagspräsidenten Gunter Fritsch übergeben.

SPD-Tischfahne Rueckseite

Rückseite der rekonstruierten Parteifahne von 1928 mit zusätzlicher Nennung der Daten 1893 (Gründung SPD-Wahlverein), 1945 (Wiedergründung nach Naziverbot), 1989 (Wiedergründung in DDR) und 2013 (120. Stiftungstag).

2014: Elisabeth Alter gewinnt erstmals auch das Direktmandat für den Landtag. Bei der Wahl des Kreistages Oder-Spree, der Wahl des Europaparlamentes und der Wahl des Landtages wird die SPD in Fürstenwalde wieder wählerstärkste Partei, in der Stadtverordnetenversammlung verliert sie jedoch zwei Mandate (jetzt sechs).

Fraktion2014

Die Stadtverordnetenfraktion der SPD 2014 (v.l.n.r. Sebastian Rausch, Stefan Sarrach, Jürgen Luban, Katja Dost, Elke Wagner und Klaus Hemmerling).

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